Hallo vom Drachenfels! Der Februar ist ja nicht nur die Zeit von Karneval, sondern auch der Monat, in dem ich Geburtstag habe. 🥳 Wie immer organisiere ich dazu eine Buchverlosung, dazu mehr am Schluss des Newsletters. Zuvor verrate ich noch etwas über den Ideenfunken zu „Leonora und die schnellen Reiter“, meiner Neuerscheinung im April (zu der ich hier exklusiv zum Vorab-Leseteam einlade). Als Buchtipp empfehle ich passend zum Valentinstag eine Liebesgeschichte aus dem Hamburger Verlagsmilieu der 1990er Jahre, die man fast schon »neohistorisch« nennen könnte. Klingt gut? 📚 Dann los! Der magische Ideenfunke: Wie eine alte Ballade »Leonora« inspirierte Eine der häufigsten Fragen, die ich als Romanautorin gestellt bekomme, ist: Wie kommst du zu deinen Ideen? Oft weiß ich dann nicht, wie ich darauf antworten soll. Die Geschichten erreichen mich auf verschlungenen Wegen, ohne klaren Ursprung. Bei Leonora ist das zum Glück anders: Ich kann genau sagen, was der Ideenfunke für diese Novelle war. Die Entstehungsgeschichte ist außerdem ein gutes Beispiel dafür, wie aus zwei bekannten und recht unterschiedlichen Quellen etwas Neues entsteht. Aber mal konkret: Das Thema Isonzo- und Italienfront ist mir auch nach der Arbeit an meinem Zwanzigerjahre-Roman „Die sardische Hochzeit“ stets im Kopf geblieben und gärte quasi vor sich hin. Der zündende Funke kam dann von unerwarteter Seite, nämlich aus dem Deutschunterricht meiner Kinder. 😁 Meine mittlere Tochter hatte Balladen auf dem Lehrplan und ich kramte meinen alten Gedichtband aus dem Regal mit Klassikern wie "John Maynard" oder Schillers Handschuh. Ein paar Seiten weiter stieß ich dann auch auf die »Lenore« von Gottfried August Bürger. Eher düstere Kost, vielleicht erinnert sich noch jemand? In dieser Ballade von 1774 sehnt sich die titelgebende »Lenore« nach ihrem Verlobten Wilhelm, der im Krieg verschollen ist. Sie gibt Gott die Schuld an seinem Verschwinden, trauert, klagt und wütet. Vergeblich warnt die Mutter sie davor, gegen Gott zu wettern, Lenore lässt sich nicht bremsen. Als Wilhelm endlich auftaucht, wirkt er totenbleich, was Lenore nicht davon abhält, mit ihm auf einem gespenstischen Pferd fortzureiten (Zitat: "Hurra! Die Toten reiten schnell!" ...naa, merkt ihr was? 😎). Auf ihrem wilden Ritt durch die Nacht offenbart Wilhelm der jungen Frau, dass er eigentlich schon tot ist. Und am Ende der Ballade zieht er sie mit sich ins kühle Grab. Stilecht auf einem Friedhof im Mondschein, versteht sich. So wird der armen Lenore ihr Aufbegehren gegen den Verlust zum Verhängnis - und genau diese Unbarmherzigkeit hat mich an der Geschichte immer gestört. Aber als ich diesmal auf die alte Schauerstory stieß, oh Wunder, da sprang der Funke über! Denn auch die Isonzo-Schlachten des Ersten Weltkriegs forderten Zehntausende Tote, Vermisste, nicht mehr Identifizierbare. Und noch lange nach 1918 gab es Angehörige, die alles getan hätten, um zu erfahren, was mit ihren verschollenen Lieben geschehen war. Und die sich nichts sehnlicher wünschten, als dass der Geliebte eines Tages wieder vor ihnen stünde. Ob meine Leonora ihren Wilhelm wiedersehen wird? Im April werdet ihr es erfahren! Ich kann euch jedenfalls versichern, dass ich dem Balladenstoff einen gewissen Dreh gegeben habe und mit dem Schicksal meiner Heldin jetzt rundum zufrieden bin. Vorab-Leseteam gesucht: Wer möchte Leonora vor allen anderen kennenlernen? »Leonora und die schnellen Reiter« erscheint Mitte April 2024. Dafür stelle ich im März ein Vorab-Leseteam zusammen. Wer mich als Autorin schon länger kennt, weiß, dass ich vor jedem Erscheinungstermin eine Gruppe von Leserinnen und Lesern einlade, den jeweiligen Roman exklusiv vorab zu lesen und zu rezensieren. Das ist immer sehr schön und ich freue mich über die Rückmeldungen und Rezensionen, die ich in den ersten Tagen nach Erscheinen bekomme. Da meine Leonora fast die Länge eines »richtigen« Buches hat, werde ich auch diesmal so verfahren. NEU ist allerdings, dass ich hier im Newsletter ausnahmsweise einen breiteren Aufruf zu dieser Geschichte starte, die zwar gewohnt historisch und italienisch ist, aber eben auch einen Hauch sanften Grusel und Suspense enthält. Vielleicht gibt es unter euch Fans von Daphne du Maurier oder Victoria Holt? Oder lest ihr gern historische Romane in der Tradition romantischer Schauerliteratur? Dann könntet ihr an meiner »Geisternovelle« besonders viel Freude haben! Hier also ganz persönlich der Aufruf: Wenn du »Leonora und die schnellen Reiter« vorab lesen möchtest, teile mir gerne mit, welche Autoren oder Bücher aus dem Bereich historische Spannung (Krimi, Thriller, Grusel) du besonders gern liest und ob du Interesse hast, eine Rezension z.B. auf Amazon zu schreiben. Vielleicht hast du ja auch einen eigenen Buchblog oder bist auf Lovelybooks oder anderen Literaturplattformen aktiv? Auch das würde helfen. Und: Mir ist deine ehrliche Meinung wichtig! Ob mit oder ohne fünf Sterne, ich schätze jede Rezension und lerne daraus. Wenn du zum Vorab-Leseteam für »Leonora und die schnellen Reiter« gehören möchtest, dann schreibe mir bis zum 18. Februar 2024 und wir schauen, was sich machen lässt! Du kannst mir entweder auf diesen Newsletter antworten oder einfach eine Mail an angela@angelamarina.com schicken. Ich informiere dann so schnell wie möglich, ob es geklappt hat und versende die Rezensionsexemplare (ausschließlich eBooks). Buchtipp: »Einraumpalast« von Sonja Rüther Passend zum Valentinstag empfehle ich euch einen Liebesroman, den ich erstens wirklich gut fand und der mir zweitens auch aus persönlichen Gründen besonders gut gefallen hat. Mit Anfang 20 habe ich nämlich einige Jahre in Hamburg gelebt. Und so konnte ich viele schöne Erinnerungen aus »Einraumpalast«, dem Roman von Sonja Rüther, schöpfen. Meine vielseitige Autorenkollegin veröffentlicht in verschiedenen Genres - und diese Liebesgeschichte, die in einem Hamburger Buchverlag Anfang der 90er spielt, könnte man fast »neohistorisch« nennen. Ich hatte viel Spaß bei der Lektüre und empfehle das Buch gerne weiter - hier könnt ihr den Klappentext lesen, es ist als eBook bei Amazon (u.a. im Kindle Unlimited-Abo) oder als Taschenbuch online hier im Buchshop erhältlich. Geburtstagsverlosung: Gratuliert mir und gewinnt eins meiner Bücher - signiert! Ich feiere am 15. Februar meinen Geburtstag, also genau morgen. Und dazu verlose ich unter allen, die mir im Laufe dieses Tages auf den Newsletter antworten, ein signiertes Paperback meines Romans »Gran Paradiso« (unter dem Namen Grit Landau 2022 bei Droemer erschienen). Also, 🤭 gratuliert mir morgen einfach zum Geburtstag und gewinnt vielleicht ein hübsches Paperback mit Wunschsignatur und dem schönen Cover der Erstausgabe. Viel Glück! Was erwartet euch in der März-Ausgabe meines Newsletters? Bis dahin euch alles Gute! Herzlich, |
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